Wie ist ein Sicherheitsschuh aufgebaut?

Querschnitt Sicherheitsschuh

Es gibt unzählige Varianten von Sicherheitsschuhen auf dem Markt. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der Schutzklasse und des Designs. Doch wie ist ein Sicherheitsschuh grundsätzlich aufgebaut? 

Damen Sicherheitshalbschuhe S1 "CELERITY KNIT PINK" MISS SAFETY - PUMA®
Damen Sicherheitshalbschuhe S1 „CELERITY KNIT PINK“ MISS SAFETY – PUMA®

Ganz am unteren Ende befindet sich eine rutschfeste Laufsohle. Die gängigsten Materialien hierfür sind Nitrilgummi, PU oder TPU. Je nach dem angedachten Verwendungsgebiet des Schuhs kann die Profilierung von einem sehr flachen Hallenprofil wie beim Halbschuh „Celerity Knit Pink“ von Puma bis zu einem grobstolligen Geländeprofil wie beim Hochschuh “New Reno Uk“ von Cofra variieren.

Sicherheitshochschuhe S3 "NEW RENO UK" TECHNO - Cofra®
Sicherheitshochschuhe S3 „NEW RENO UK“ TECHNO – Cofra®

Auf der Laufsohle befindet sich die Zwischensohle. Diese ist für den Großteil der Dämpfung zuständig und ist aus entsprechend weichem Material gefertigt. Dies kann TPU, PU, EVA oder ein Mix aus verschiedenen Schichten dieser Materialien sein. Zusätzlich sind bei vielen Schuhen ein Dämpfungselement oder andere Technik, wie z.B. Stabilisatoren, in der Zwischensohle verbaut. Durchtrittsichere Einlagen aus Stahl sind zwischen dieser und der Brandsohle eingelegt.

Die Brandsohle ist, je nach Art des Nagelschutzes, unter oder über dem Durchtrittschutz zu finden. Meist besteht diese Sohle aus einem saugfähigen Vliesmaterial, welches Feuchtigkeit vom Fuß fernhält. Diese Schicht hat in der Regel keine dämpfenden Eigenschaften.

Nur wenige Sicherheitsschuhe haben heutzutage keine Einlegesohlen. Diese sind im Regelfall mehrschichtig aufgebaut.

Einlegesohle "FX2 Dualaction" - Jalas®
Einlegesohle „FX2 Dualaction“ – Jalas®

Die untere Schicht ist meist aus dämpfendem Kunststoff, der oft mit belüftenden Kanälen versehen ist. Die obere Schicht besteht aus saugfähigem und abriebfestem Textil. Teilweise sind die Einlegesohlen aber fast noch komplexer wie die Sicherheitsschuhe an sich. Als Beispiel die Einlegesohle „FX2“ von Jalas genommen, können diese mit Spezial-Dämpfungselementen oder Verstärkungen ausgestattet sein. Teilweise kann man sogar die Breite des Innenschuhs mit Einlegesohlen auf verschiedene Fußtypen einstellen. Bei Schuhen mit Textil-Durchtrittschutz kann man diesen einfach betrachten, indem man die Einlegesohle herausnimmt.

Die nächste Schicht ist, neben Ihrem Fuß, das Innenfutter. Je nach Art und Preisklasse des Schuhs besteht dieses aus atmungsaktivem Textil. Bei Schuhen der Klassen S1 und S1P findet man oft Mesh-Stoffe, die für sehr gute Luftzirkulations-Eigenschaften bekannt sind. Gerade bei sehr hochwertigen Schuhen ist manchmal ein Futter aus weichem Nappaleder vorzufinden. Dieses wird sehr für die hohe Bequemlichkeit geschätzt. Zwischen Innenfutter und Obermaterial werden oft Membranen wie GORE-TEX® oder Sympatex® verbaut, um den Schuh wasserdicht zu machen.

Das Obermaterial ist die schützende Haut des Schuhs und besteht je nach Typ, Klasse und Anwendungsgebiet des Schuhs aus verschiedensten Materialien und Materialkombinationen. Bei den Klassen S1 und S1P sind sehr häufig atmungsaktive Textile anzutreffen, da diese nicht wasserabweisend sein müssen. Klasse S2 und S3 teilen sich eine Vielzahl an verschiedenen Lederarten, die je nach Verarbeitung atmungsaktiv oder extrem robust sein können.

Auf der Spitze ist oft eine Überkappe aus Gummi angebracht, die den Schuh bei knienden Arbeiten vor Abrieb schützt.

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